
Johannes Rühl
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Johannes Rühl leitet Capella Kreuzberg seit 1998 (und ist unser vierter Chorleiter)
Johannes Rühl wurde am 12.1.1964 in Seligenstadt geboren. Nach seinen Lehramtsstudien an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a. M. (Musik) und der J.-W.-Goethe-Universität Frankfurt (Theologie) kam er zum zweijährigen Referendariat nach Hanau. Durch Kurse bei Helmut Rilling und Frieder Bernius (Stuttgart) vervollständigte er parallel zum Referendariat seine Ausbildung. Anschließend wechselte er nach Berlin, um an der HdK bei Prof. Uwe Gronostay Chorleitung zu studieren, Workshops bei Eric Ericson und Ton Koopman ergänzten seine Studien. Nach Abschluss seines Chorleiterdiploms wurde er 1995 Fachleiter für Musik am Canisius-Kolleg Berlin. Neben der Organisation des Fachbereichs leitet er dort verschiedene Chorgruppen. Johannes Rühl ist in diversen Chören und Ensembles tätig, unter anderem singt er seit 1996 als 1. Tenor bei der Berliner Hymnentafel.
Sein erstes Programm für Capella Kreuzberg gestaltete er aus Anlass des 175. Geburtstages von Anton Bruckner mit dessen Werken in Verbindung mit den Motetten und Canzonen von Andrea und Giovanni Gabrieli. Es folgten unter anderem die Konzerte Madrigale des 16. Jahrhunderts - Kompositionen über Liebesfreud und Liebesleid von Arcadelt bis Willaert und Chorwerke der Geschwister Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy sowie die Teilnahme am Landes-Chorwettbewerb Berlin 2001 mit Liedern von Claudio Monteverdi, Thomas Morley, Felix Mendelssohn Bartholdy, Harald Gnezmer, Fanny Hensel und Friedrich Silcher. Im Januar 2002 führte Capella Kreuzberg mit der Messe in A-Dur von César-Auguste Franck und dem Oratorio de Noël op.12 von Camille Saint-Saëns französische Chormusik der Romantik auf. Zum Ende des Jahres folgte ein Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer in Döbeln mit geistlichen Motetten des Barock (Heinrich Schütz Musikalische Exequien, Kleine geistliche Konzerte. Leonhard Lechner Deutsche Sprüche von Leben und Tod). Einen besonderen Höhepunkt der Chorarbeit von Capella Kreuzberg war das Konzert am 20. September 2003 (Emmauskirche in Kreuzberg), bei dem skandinavische Chormusik mit Werken von Wilhelm Petterson-Berger, Edvard Grieg, Otto Emanuel Olsson, Åke Malmfors, Ylva Q. Arkvik und Ylva Skog dargeboten wurde. Die Musikstücke Twilight (1997) von Ylva Skog sowie Rata de Ciudad (1997) von Ylva Q. Arkvik wurden dabei uraufgeführt. Um den Totentanz von Hugo Distler gestaltete sich das Programm des im März 2004 aufgeführten Konzertes, das sich in Hinblick auf die Passionszeit der Thematik von Leben und Tod widmete. Dabei bildete das Gemeindezentrum Plötzensee, in dem fünf Bildtafeln des Plötzenseer Totentanzes (1970) von Alfred Hrdlicka an die nationalsozialistische Hinrichtungsstätte in Plötzensee erinnern, als Aufführungsort den adäquaten Rahmen. Im Dezember 2004 wurde unter der Überschrift "Frühklassik" Die Freude der Hirten über die Geburt Jesu von Gottfried August Homilius und das Magnificat von Carl Philipp Emanuel Bach aufgeführt. Dabei wurde Capella Kreuzberg stimmkräftig vom Vokalkurs des Canisiuskollegs unterstützt. Das Konzert im Juni 2005 stand unter dem Eindruck ungarischer Komponisten des 20. Jahrhundert. Aufgeführt wurden verschiedene Chor- und Sololieder von Béla Bartók und Zoltán Kodály. Im März 2006 wurde dann im ersten Jubiläumskonzert anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens von "Capella Kreuzberg" die Messe in D-Dur und das Te Deum von Dovrák gesungen, erneut mit Unterstützung des Vokalkurses des Canisiuskollegs und großem Orchester. Im Januar 2007 fand etwas verspätet das zweite Jubiläumskonzert unter dem Titel "Tierisch Musikalisch" statt, eine bunte Reise durch Chorvariationen aus vier Jahrhunderten, die alle zur Gemeinsamkeit hatten, dass sich der Text um Tiere handelte. Da wurde von launischen Fischen gesungen, die Vögel waren zahlreich und feierten sogar Hochzeit und auch so manch Insekt war vertreten. Der November 2007 war Franz Schubert und Felix Mendelssohn-Bartholdy gewidmet, gesungen wurde die Messe in F und das Gloria. Im November 2008 sollte dann eigentlich ein Konzertprogramm zu Hans Schanderl folgen, aber es stellte sich heraus, dass moderne Musik doch mehr Zeit zum Üben benötigt, als man denkt - und so wurde das Konzert kurzerhand in den März 2009 verschoben, wo es dann erfolgreich zu Gehör gebracht wurde und viele positive Rückmeldungen brachte! Im November 2009 gab es dann wieder etwas "Klassisches", nämlich Mozarts Requiem und den Psalm 42, Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser von Mendelssohn Bartholdy. Und um den Wechsel zwischen modern und "klassisch" aufrecht zu erhalten, hieß das nächste Programm , das im Oktober 2010 aufgeführt wurde "Capella Kreuzberg goes west - Amerikanische Chorwerke", mit Werken amerikanischer Komponisten des 20. Jahrhunderts, unter anderem Jazz-Standards, Auszügen aus Porgy und Bess, sowie der West Side Story, mitreißende Spirituals und auch ernsten Stücken von Samuel Barber. Im Frühsommer 2011 wurde es dann wiederum sehr klassisch mit Bachs Himmelfahrtsoratium, der Himmelfahrtskantate und einer Motette.
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